Tipps für die Hautreinigung

Neben speziellen Behandlungsmethoden für trockene Haut, fettige HautMischhaut und anderen Hauttypen können wir durch allgemeine Tipps für die Hautreinigung unsere Haut gesund und schön halten:

  • Besonders wichtig ist es, die Regenerationsfähigkeit der Haut zu erhalten und zu verbessern. Die Haut benötigt für die Regeneration viel Sauerstoff. Durch Bewegung beim Sport und beim Spaziergehen nehmen wir viel Sauerstoff auf, besonders wenn wir dabei an der frischen Luft sind. Der Sauerstoff wird durch den Blutkreislauf an die Zellen geliefert. Etwa 5 Prozent Sauerstoff nehmen wir direkt über die Haut auf
  • Für die Regeneration der Haut ist auch gute Durchblutung von großer Bedeutung. Diese wird ebenfalls durch Bewegung angeregt, kann aber auch durch Massagen oder kalte Duschen verbessert werden.
  • Mit ausreichend Schlaf tanken wir nicht nur Kraft und sind geistig wach, wir regenerieren auch unsere Zellen, und das wird besonders an unserer Haut sichtbar
  • Für die Zellerneuerung benötigt unsere Haut viele Nährstoffe. Durch eine gesunde Ernährung nehmen wir für die Haut besonders wichtige Vitamine und Mineralstoffe auf
  • Bei der Hautreinigung sollten wir milde und hautfreundliche Mittel benutzen und diese sanft mit kreisenden Bewegungen auftragen, ohne an der Haut zu rubbeln und zu zerren
  • Wir schützen unser Haut nicht nur durch Auftragen von Lotionen und Cremes vor dem Austrocknen, sondern sie wird auch von innen mit Flüssigkeit versorgt. Wenn wir genug trinken, am besten mindestens zwei Liter Wasser am Tag, wirken wir also auf einem kleinen Umweg der Faltenbildung entgegen
  • Auch wenn viele Cremes kein aufgedrucktes Haltbarkeitsdatum haben, sollten wir sie trotzdem nicht länger als vier Monate benutzen. Vor allem wenn sie nicht richtig luftdicht verschlossen sind und nicht kühl aufbewahrt werden, können die enthaltenen Öle nach einigen Monaten ranzig werden

Kosmetik

Die Werbung versucht uns glaubhaft zu versichern, dass wir dieses oder jenes Kosmetikprodukt unbedingt brauchen, um unsere Haut jung und straff zu halten. Und so kommt es nicht selten vor, dass einige von uns um die zwanzig verschiedene Kosmetikartikel unter dem Badezimmerspiegel stehen haben. Doch das ist nicht nur unnötig, sondern oft auch noch schlecht für unsere Haut. Wenn wir zu viele Kosmetikprodukte benutzen, belastet das unsere Haut und reizt sie. Also genau das, was wir durch unsere Hautpflege eigentlich verhindern wollen.

Für unsere tägliche Hautpflege reichen drei bis vier Kosmetikprodukte völlig aus:

  • Für die Gesichtsreinigung benötigen wir eine hautschonende und pH-neutrale Seife. Dabei kommt es nicht drauf an, wie teuer das Kosmetikprodukt ist. In keiner wissenschaftlichen Studie wurde bis jetzt nachgewiesen, dass teure Kosmetikartikel besser sind als billigere, auch nicht bei Kosmetik mit um die 100 Euro Preisunterschied. Achten Sie statt auf den Preis lieber auf Empfehlungen, beispielsweise der Stiftung Warentest, und testen sie selbst, ob Ihre Haut die Produkte gut verträgt
  • Sonnencreme wird von den meisten Menschen, wenn überhaupt, nur im Sommer verwendet. Viele Hautärzte raten aber, die Haut jeden Tag mit Sonnencreme zu schützen, egal bei welchem Wetter
  • Um Pigmentflecke oder Pickel zu behandeln, können wir auf milde und dennoch gründliche Spezialmittel zurückgreifen. Bei diesen Kosmetikprodukten ist vor allem eine regelmäßige Anwendung wichtig, am besten morgens und abends
  • Das wichtigste Kosmetikprodukt ist gleichzeitig das günstigste, hautschonendste und erfrischendste: Wasser

Frauenhaut

Frauenhaut ist etwas dünner als Männerhaut, aber nicht empfindlicher. Frauenhaut widersteht Umwelteinflüssen ebenso gut wie Männerhaut. Lediglich die Temperaturempfindlichkeit von Frauenhaut ist höher; einer der Gründe, warum Frauen schneller frieren. Die meisten Hautpflegeprodukte sind für Frauenhaut ebenso geeignet wie für Männerhaut, werden jedoch aus Marketinggründen getrennt beworben. Bei der Wahl der richtigen Pflegemittel sind individuelle Hauteigenschaften also viel wichtiger als geschlechtsspezifische.

Dennoch gibt es einige Faktoren, die Einfluss auf die Frauenhaut haben:

  • Frauenhaut neigt dazu Feuchtigkeit zu speichern. Deshalb sollten wir auf zu salzige Ernährung verzichten
  • Laut neuesten Studien wirken sich Gefühlsschwankungen bei Frauen eher auf das Hautbild aus als bei Männern
  • Hormonschwankungen wirken sich auf die Haut der Frau aus. Die Haut kann trockner und faltiger werden
  • Während der Schwangerschaft kann normale Haut fettig werden und Akne kann entstehen. Dies ist zwar nicht unnormal und reguliert sich nach der Schwangerschaft meist von selbst, doch können wir dieser Hautveränderung durch geeignete Pflege schon während der Schwangerschaft in gewissem Maß entgegenwirken
  • Während der Schwangerschaft ist es besonders wichtig die Haut des Bauches zu pflegen, um Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden

Nicht nur Männer rasieren sich, sondern auch Frauen – wenn auch meist an anderen Körperstellen. Für die Frauenhaut gelten dabei die gleichen Rasiertipps wie für Männerhaut: Die Haut kann durch spezielle Rasierwasser auf die Rasur vorbereitet werden. Solche Wässerchen stellen die Haare auf und durchbluten die Haut. Bei der Rasur sollte nicht gegen die Richtung des Haarwachstums rasiert werden. Nach der Rasur kann die Haut mit pflegender und feuchtigkeitsspender Lotion behandelt werden.

Frauenhaut wird ab Mitte zwanzig trockener und dadurch oft empfindlicher. Ab diesem Zeitpunkt ist eine geeignete Hautpflege besonders wichtig. Doch schon durch kleine Veränderungen können wir unserer Haut etwas Gutes tun: Wir sollten nicht zu lange duschen oder baden und uns danach eincremen. Idealerweise können wir mit Luftbefeuchtern bei uns Zuhause eine Luftfeuchtigkeit von etwa die 50% schaffen.

Männerhaut

„Ein Mann muss unrasiert sein und stinken“ – so hörte man(n) früher manch besonders hartnäckigen Macho reden; doch diese Zeiten sind vorbei. Heute pflegen sich die meisten Männer ebenso sehr wie die Frauen – und dabei müssen die Männer die speziellen Eigenschaften der Männerhaut beachten. Zwar ist Männerhaut grundsätzlich sehr ähnlichen Belastungen ausgesetzt wie die Haut der Frau, doch kommen noch weitere dazu: Männerhaut wird bei vielen Männer täglich durch Rasieren und Aftershave belastet und viele Männerberufe werden unter freiem Himmel ausgeübt, wodurch die Männerhaut der Witterung und Sonnenstrahlung in hohem Maß ausgesetzt ist. Zusätzlich sind die Talgdrüsen der Männer im Normalfall aktiver als die der Frauen, sodass sie eher zu fettiger Haut neigen.

Bei der Rasur reagiert die Männerhaut bei manchen empfindlicher auf Trockenrasieren, bei anderen wird sie mehr durch eine Nassrasur strapaziert. Haben wir herausgefunden, welche Art der Rasur für unsere Haut angenehmer ist, können wir ihr zusätzlich durch gute Hautpflegemittel etwas Gutes tun. Spezielle Gesichtswässer bereiten die Haut auf die Rasur vor, indem sie beispielsweise die Barthaare leicht aufrichten und weicher machen. Vor allem bei empfindlicher Männerhaut sollte nach der Rasur ein alkoholfreies Aftershave verwendet werden. Sollten Sie die Nassrasur bevorzugen, bietet es sich an den Rasierschaum gut einzumassieren. Dadurch wird die Haut gut durchblutet und gleichzeitig erwärmt. Der Ratschlag, den einige Männer geben, sich gegen die Richtung des Haarwachstums zu rasieren, mag vielleicht der Gründlichkeit zuträglich sein, nicht aber dem Wohlbefinden der Haut.

Die Eigenheiten der Männerhaut beschränken sich selbstverständlich nicht nur aufs Gesicht. Auch bei der Rasur der anderen Körperteile sollte man(n) sich zeitlassen und geeignete, sanfte Produkte verwenden. Frauen achten besonders auf die Hände. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Hände weich und gepflegt sind.

Reife Haut

Unsere Haut beginnt praktisch schon am Tag unserer Geburt an zu altern. Wir durchlaufen verschiedene Stadien: Von der glatten Baby- und Kinderhaut mit kleinen Poren, über die Jugendhaut mit Unreinheiten, in die Haut der mittleren Jahre mit ersten Anzeichen der Hautalterung durch nachlassende Elastizität, bis zur reifen Haut mit zunehmender Erschlaffung und vielen trockenen Falten. Einer der wichtigsten Einflussfaktoren für das Erschlaffen der Haut ist das Nachlassen der Regenerationsfähigkeit. Dadurch ist reife Haut meist trocken und leichter verletzbar als in jungen Jahren.

Wie das Altern der anderen Organe entsteht die Hautalterung durch nachlassende Leistungsfähigkeit der Körperzellen. Doch auch äußere Einflüsse wie ein ungesunder Lebensstil und Umweltbelastungen tragen zur Hautalterung bei und können diese manchmal dramatisch beschleunigen. Besonders Solariumbesuche, aber auch die UV-Strahlen der Sonne lassen die Haut schneller altern. Auch Nikotin und Alkohol wirken sich negativ auf die Hautregenerationsfähigkeit aus. Durch diese Faktoren sieht vorzeitig gealterte Haut oft ungesünder und matter aus als die auf natürlichem Weg gealterte reife Haut.

Bei der Pflege muss der reifen Haut viel Feuchtigkeit zugeführt werden. Dazu eignen sich lipidreiche Pflegeprodukte besonders gut. Auf langes Duschen oder Baden sollten wir verzichten, was aber im Grunde auf jedes Alter zutrifft. Auch Franzbranntwein und alkoholhaltiges Gesichtswasser lassen reife Haut schnell trocken werden. Spezielle Pflegeprodukte für reife Haut sind mild und seifenfrei und enthalten rückfettende Wirkstoffe, um die Haut mit möglichst viel Feuchtigkeit zu versorgen. Die auf reifer Haut häufig auftretenden Pigmentflecken sollten wir genau beobachten und bei Veränderungen einen Hautarzt aufsuchen.