Über die Haut

Das solltest Du über die Haut wissen.

Unsere Haut hat je nach Körperumfang und Körpergröße eine Fläche von 1,5 bis 2 m². Sie kann bis zu 10 kg schwer sein. Sie grenzt den Körper von der Umwelt ab. Sie schützt den Organismus vor dem Eindringen von Krankheitserregern und anderen Fremdsubstanzen. Sie ist von Bakterien und Pilzen besiedelt. Sie hat auch Stoffwechsel- und immunologische Funktionen.

Über die Haut kann der Körper seinen Wärmehaushalt regulieren. Einer Überhitzung wirkt sie mit einer Schweißproduktion entgegen. Durch die Verdunstung wird Wärme über Kapillargefäße unter der Haut abgeführt (Schwitzen). Mit Hilfe des Unterhautfettgewebes kann Wärme auch zurückgehalten werden, es wirkt bei Kälte als Isolator. Sie ist auch ein Sinnesorgan mit Rezeptoren für Schmerz, Druck, Wärme und den Tastsinn.

Die Haut prägt das Erscheinungsbild des Menschen. Die Kosmetik kümmert sich um die Erhaltung und Verbesserung des Aussehens und damit der Schönheit des menschlichen Körpers.

Über die Haut – Hautbakterien

Auf der Haut gesunder Menschen leben natürlicher Weise Bakterien. Über 180 verschiedene Arten sind bereits bekannt. Von Mensch zu Mensch können sich die Bakterien deutlich unterscheiden. Sie passen sich dem individuellen Lebenswandel an.

Die meisten Bakterien sind nur vorübergehend bei einem Menschen zu finden. Nur eine kleine Gruppe von harmlosen Hautbakterien bleiben ein Leben lang. Ganz frei von Bakterien ist sie nie, der Mensch ist sogar von Bakterien abhängig. Das Wachstum der Mikroben wird beeinflusst von Faktoren wie Wetter, Licht, persönlicher Hygiene und dem Gebrauch von Kosmetika und Medikamenten. Wie Hautkrankheiten und Hautbakterien sich beeinflussen, ist noch weitestgehend unbekannt.

Die Haut im Winter schützen! Die richtige Hautpflege im Winter

Sie ist im Winter extremen Bedingungen ausgesetzt: Warme und trockene Heizungsluft in der Wohnung – draußen niedrige Temperaturen und kalter Wind. In der Kälte wird die Fettproduktion der Haut reduziert. Dabei ist das Gesicht der Witterung am stärksten ausgesetzt. Eine fetthaltige Feuchtigkeitscreme tut als Ausgleich gut.

Rote und rissige Hände? Auch hier wurde der Haut das Fett durch kalte und trockene Luft entzogen. Mit fetthaltiger Hautcreme häufig eincremen – das hilft! Durch die warme Kleidung im Winter leidet sie außerdem an Feuchtigkeits- und Sauerstoffmangel. Hier hilft ein regenerierendes Pflanzenöl.

Ansonsten sollte man sie schonen: Kurz und nicht zu heiß duschen, ein Bad ist nur einmal die Woche zu empfehlen. So kommt Ihre Haut gut durch den Winter.

Bitte beachten Sie Ihren Hauttyp!

  • Kosmetikprodukte sollten entsprechend des Hauttyps verwendet werden. Was sind aber die Kennzeichen der verschiedenen Hauttypen?
  • Trockene Haut ist gespannt und hat Schuppen.
  • Fettige Haut glänzt und Hautunreinheiten können vorhanden sein.
  • Mischhaut liegt vor, wenn Stirn, Nase und Kinn fettig und die Wangen trocken sind.
  • Empfindliche Haut sieht oft fleckig aus. Sie reagiert auf Konservierungs- und Duftstoffe.
  • Von normaler Haut spricht man, wenn weder trockene noch fettige Stellen im Gesicht vorhanden sind.

Der Hauttyp kann sich ändern, eventuell sogar abhängig von der Jahreszeit sein. Bei der Beurteilung der Haut ist es natürlich auch wichtig, dass keine Hauterkrankung vorliegt. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie einen Hautarzt.

Die Kenntnis des Hauttyps ist deshalb so wichtig, weil verschiedene Hauttypen für eine optimale Hautpflege unterschiedliche Bestandteile in den Kosmetikpräparaten erfordern. Nur wenn Sie den eigenen Hauttyp kennen, können Sie eine typgerechte Hautpflege durch die Auswahl der für Sie richtigen Produkte durchführen.

Aufbau der Haut

Die Haut besteht aus drei Schichten, der Oberhaut, der Lederhaut und der Unterhaut:

Oberhaut

Die Oberhaut ist die oberste Hautschicht und wird auch Epidermis genannt. Diese Hautschicht ist, je nach Alter, Geschlecht und Hautstelle, unterschiedlich dick. In der Regel zwischen 0,03 mm und 4 mm. Die Epidermis wird aus abgestorbenen Epithelzellen (Keratinozyten) gebildet, das sind Hornzellen, diese Hornzellen haben einen Zellkern. Die Hornzellen produzieren Keratin. Keratin ist ein Hornstoff und verleiht der Haut Festigkeit und schützt sie vor Feuchtigkeit. Die oberste Hautschicht wird durch Schuppung und Nachbildung laufend ersetzt.

Die Oberhaut besteht von außen nach innen aus fünf Schichten:

  • Hornschicht (Stratum corneum)
  • Glanzschicht (Stratum lucidum)
  • Körnerzellschicht (Stratum granulosum)
  • Stachelzellschicht (Stratum spinosum)
  • Basalschicht (Stratum basale)

Stachelzellschicht und Basalzellschicht bilden zusammen die Keimschicht (Stratum germinativum)

Lederhaut

Die Lederhaut, auch Dermis genannt, besteht fast ausschließlich aus Bindegewebsfasern. Dieses Bindegewebe ist von Lymphbahnen und Nerven durchzogen. Die Dermis ist gut durchblutet und versorgt die Epidermis mit Nährstoffen und Sauerstoff. In der unteren Lederhaut befinden sich zudem der Ursprung der Talg- und Schweißdrüsen.

Die Dermis ist in zwei Schichten unterteilt: Papillenschicht (Stratum papillare) und die Netzschicht (Stratum reticulare).

Unterhaut

Die Unterhaut (Subcutis) enthält die größeren Blutgefäße und Nerven. Sie besteht aus Fett und lockerem Bindegewebe. Das Fett im Unterhautfettgewebe dient der Haut als Energiespeicher und Wärmeisolator. Die Unterhaut bildet die Unterlage für die darüberliegenden Hautschichten.

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